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Viele Patienten leiden trotz langjähriger konservativer Therapie oder nach Wirbelsäulenoperationen unter chronischen unspezifischen Rücken- und Beinschmerzen. Die Ursachen hierfür sind ebenso zahlreich wie komplex. So greifen gestörte Schmerzregelkreise auf zellulärer Ebene, biomechanische Störungen, degenerative Veränderungen, Operationsfolgen (z.B. Narbenbildung) sowie eine gestörte Schmerzverarbeitung ineinander. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen und dem Patienten auch die Erfahrung der Schmerzfreiheit zu geben, ist eine multimodale Schmerzbehandlung oft die letzte Chance, um eine zufrieden stellende Lebensqualität zu erreichen.

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte klar gezeigt werden, dass derartige Schmerzsyndrome nur durch ein multimodales und vielschichtiges Behandlungsregime, in dem mehrere unterschiedliche Therapien (Physiotherapie, Massagen, Strom- und Ultraschallbehandlungen, etc.) geführt durch mehrere Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen zu beherrschen sind. Auch das Erlernen von psychologischen Interventionen (z.B. Autogenes Training, etc.) stellt einen wesentlichen Therapieaspekt dar.

Eine Multimodale Schmerztherapie besteht aus vielen kombinierten Schmerzbehandlungen über einen ca. 3-wöchigen stationären Aufenthalt im Klinikum Theresienhof. Die Betreuung erfolgt durch ein multidisziplinäres Ärzte- und Therapeutenteam (Fachärzte für Orthopädie und Orthopädischer Chirurgie, Fachärzte für Physikalische Medizin, Schmerzmediziner sowie speziell in Schmerztherapie geschulten Physiotherapeuten, Masseuren, Ergotherapeuten und Psychologen).

Ein wesentlicher Teil der multimodalen Schmerztherapie stellt die sog. interventionelle Schmerztherapie (minimalinvasive Schmerztherapie) dar. Es handelt sich dabei um gezielte und röntgengeführte Infiltrationen von Schmerzmitteln an Schmerzpunkte (z.B. Nervenwurzeln, kleine Wirbelgelenke, Iliosakralgelenke). Gegebenenfalls können auch gezielt schmerzleitende Nerven mit einem Laser durchtrennt werden (Facettengelenksdenervierung), um den Schmerz zu bekämpfen.

Durch die zeitlich koordinierte Anwendung von äußeren Therapien (Physiotherapie, physikalische Therapie), der minimal-invasiven Verfahren und geeigneter Schmerzmedikamente im Rahmen des stationären Aufenthaltes, kann meist eine anhaltende Beschwerdebesserung erreicht und der Weg zurück in ein schmerzreduziertes oder sogar schmerzfreies Leben gebahnt werden.

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